Vermögensverwaltungsgesellschaft HORUS wird größter Aktionär bei der V-BANK

Wüstenrot & Württembergische AG bleibt als zweitgrößter Anteilseigner an Bord. Strategie ändert sich nicht. V-BANK will als unabhängige Bank der Vermögensverwalter eine aktive Rolle bei der Marktkonsolidierung spielen.

München, 21. März 2017. Die V-BANK AG bekommt einen neuen Hauptaktionär. Die HORUS V-Bank Holding GmbH kauft dazu ein größeres Aktienpaket an Deutschlands erster Bank für Vermögensverwalter von der Wüstenrot & Württembergischen AG. Über den genauen Kaufpreis der zweistelligen Millionentransaktion, die unter dem Vorbehalt eines erfolgreichen Inhaberkontrollverfahrens steht, vereinbarten beide Parteien Stillschweigen. Der Stuttgarter Finanzdienstleister war seit der Gründung der V-BANK im Jahr 2007 an dieser als Hauptaktionär beteiligt und reduziert durch den Verkauf seinen Aktienanteil von 49,9 Prozent auf 15 Prozent. Die HORUS V-Bank Holding war bisher mit rund neun Prozent der zweitgrößte Einzelaktionär. Zum 31.12.2016 verfügte die Münchner Privatbank über 5.365.400 Aktien. Neben der Wüstenrot & Württembergischen hielten bislang unabhängige Vermögensverwalter 33,7 Prozent der Aktien, darunter die HORUS V-Bank Holding, sowie Management und Mitarbeiter rund 16,4 Prozent.

Hinter HORUS steht der Unternehmer und Arzt Dr. Lutz Helmig, der mit dem Aufbau und Verkauf seiner Klinikkette Helios den Grundstein für sein Vermögen legte. Der neue Großaktionär setzt bei der V-BANK auf das bewährte Geschäftsmodell und dessen langfristigen Erfolg in der Zukunft.

Jens Hagemann, Vorstandssprecher der V-BANK, sieht durch den Wechsel des Hauptaktionärs keine Auswirkungen auf die Strategie des Unternehmens. Es gebe keine personellen Veränderungen im Management. Auch im Aufsichtsrat werde die personelle Kontinuität gewahrt. „Unsere Aktionärsstruktur bleibt trotz der Veränderung stabil. Der Gründungsinvestor steht ja weiterhin mit einer nennenswerten Beteiligung zu uns. Die HORUS V-BANK Holding ist ein Anteilseigner, der unser Haus seit Jahren kennt. Mit seiner Millioneninvestition bestätigt er sein Vertrauen in unser zukünftiges Wachstum.“ Diese Aktionärsstruktur ermögliche es der V-BANK mehr denn je, die Bank der Vermögensverwalter zu sein, die unabhängig agieren könne. Dabei seien auch Zukäufe denkbar: „Wenn es am Markt eine sinnvolle Möglichkeit gibt, haben wir jetzt zwei starke Partner an unserer Seite, um die notwendigen finanziellen Anstrengungen zu stemmen.“

Die Wüstenrot & Württembergische trug 2007 als Ankerinvestor die Gründung der V-BANK mit und begleitete seither das Wachstum zum Marktführer im Geschäft mit Vermögensverwaltern in Deutschland. Den Verkaufserlös will der Stuttgarter Vorsorge-Spezialist ins eigene Geschäft investieren. Der verbleibende Aktienbesitz von 15 Prozent soll behalten werden.

Die V-BANK fokussiert sich als Deutschlands erste Bank der Vermögensverwalter seit ihrer Gründung ganz auf die Depot- und Kontoführung sowie auf die Wertpapierabwicklung für unabhängige Vermögensverwalter und ausgewählte Kunden wie Family Offices. Mit ihrer Zielgruppe „unabhängige Vermögensverwalter" setzt die moderne Privatbank auf einen Wachstumsmarkt, der in Deutschland erst am Beginn seiner Entwicklung steht. 2016 steigerte das Finanzinstitut das betreute Kundenvermögen um 1,9 Milliarden Euro auf rund 15,0 Milliarden Euro. Dazu beigetragen hat, dass im Jahresverlauf 22 Vermögensverwalter neu als Geschäftspartner gewonnen werden konnten. Nach Lizenzrückgaben betrug deren Anzahl zum 31.12.2016 insgesamt 352 (Jahresstart: 345). Gut zwei Jahre nach ihrer Gründung erreichte die Münchner Spezialbank 2010 die Gewinnzone und erwirtschaftete zuletzt im Geschäftsjahr 2016 einen Gewinn vor Steuern von 4,5 Millionen Euro. Vergangenes Jahr zahlte die V-BANK erstmals eine Dividende. Ende letzten Jahres beschäftigte sie 62 Mitarbeiter.

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